Folge 9
The torn identity
Sie wollen die beiden es ihnen erklären, dass ihre Freundin nun mit ihrem Vater zusammen ist? Denn auch wenn sie verständnisvoll sind, besonders Piper, wird keiner es verstehen, sondern Victor zur Rede stellen und Jamie immer schräg von der Seite ansehen. Das junge Paar setzt sich also gemeinsam auf die Couch und überlegt sich, wie ein Gespräch über ihre Beziehung am besten anfangen sollen. Denn immerhin ist Weihnachten und da sollten sie sich doch nicht verstecken müssen.
Zur gleichen Zeit hat Billie eine Überraschung für Christy, denn ihre Eltern sind über die Weihnachtstage nach San Francisco gekommen und nun will Billie sie mit ihrer Schwester besuchen. Als sie jedoch die Tür zu ihrem Apartment öffnen, finden sie ihre Eltern tot auf dem Boden liegend vor. Billie atmet schwer durch und ringt gleichzeitig nach Luft, ehe sie auf ihre Knie sinkt und Christy ihr beim Aufstehen helfen muss. Dann nimmt sie ihre kleine Schwester in die Arme, die ihren Tränen freien Lauf lässt…
Im Haus der Halliwells ist auch Piper den Tränen nahe, denn es wird das erste Weihnachtsfest ohne Leo werden. Schon jetzt spielt Wyatt wieder nur mit seinem Teddy und auch Chris klammert sich nur an seine Kuscheldecke, die er von seinem Vater bekommen hat. Als Piper die beiden Jungs so sieht, muss sie weinen, und wird von Paige gefragt, ob irgendetwas passiert sein. Piper schüttelt ihren Kopf, als plötzlich ihr Handy klingelt und Billie am anderen Ende der Leitung spricht. Auf diese Weise erfährt sie, was passiert ist und ist schockiert, doch sie verspricht Billie sofort, dass sie sich mit ihren Schwestern nach dem Mörder der Jenkins suchen wird. Aus diesem Grund ruft Piper magische Hilfe, damit ihre Kinder bewacht werden und sie sich mit Paige am Tatort umsehen kann, wo zu diesem Zeitpunkt bereits die Polizei angekommen ist und Billie und Christy einige Fragen stellen. Diese können sie Inspektor Morris aber kaum beantworten, da sie noch immer unter Schock stehen. Darryl kann dies verstehen, doch er kann den Mord ihrer Eltern nicht aufklären, wenn sie nicht zumindest versuchen mit ihm zu reden. Billie stimmt dem nickend zu, doch dann sieht sie Piper und Paige und rennt auf sie zu. Die älteste der beiden Schwestern schließt Billie in ihre Arme und versucht sie zu beruhigen, während sie dabei von Christy beobachtet wird, die Piper böse Blicke zuwirft. Darryl entgeht dieser Gesichtsausdruck und er kann Christy sogar verstehen, weshalb er die Halliwells dazu auffordert den Tatort augenblicklich zu verlassen. Doch anstatt seinen Worten Folge zu leisten, taucht nun auch noch Phoebe in dem kleinen Hotel auf, da sie von Paige einen Anruf erhalten hat. Darryl macht ihr Auftauchen beinahe wahnsinnig und so packt er sich Paiges und Phoebes Arm, um sie eigenhändig von ihr wegzubringen. Natürlich protestieren die beiden erheblich, doch der Polizist ist stärker als sie und lässt sie erst wieder auf dem Parkplatz des Hotels los, wohin Piper, Billie und Christy ihnen folgen. Keiner von ihnen versteht die Reaktion des Polizisten und nun fordert Phoebe eine Erklärung: „Was haben wir dir bitte getan? Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir Sheila ermordet hätten, auch wenn du uns so behandelst… ja, du denkst es sogar, nur weil wir etwas können und andere nicht.“
Paige und Piper wollen nicht glauben, was Phoebe Darryl gerade vorgeworfen haben, doch sie wissen, dass sie Recht hat, denn schließlich kennt sie als Empathin seine Gefühle und hat diese nun einfach offen vor allen ausgesprochen, was Darryl sich niemals zugetraut hätte. Denn der Polizist war sich dieser Gedanken nicht einmal bewusst, doch leider ergibt es Sinn. Er macht einfach alle Hexen für den Tod seiner Frau verantwortlich, auch wenn ihn nach Phoebes Worten Gewissensbisse plagen. Diese will die Hexe aber nicht mehr spüren, sondern geht mit ihren Schwestern und den Jenkins zu ihrem Wagen, mit dem sie zum Haus der Halliwells fahren. Dort wundern sich Billie und Phoebe über den Ältesten, der in ihrem Wohnzimmer steht und nicht weiß, was er hier eigentlich machen soll. Deswegen ist er auch sehr froh darüber, dass Piper wieder da ist und sich nun wieder selber um ihre Kinder kümmern kann. Doch er versteht auch, dass es auf diese Weise nicht weitergehen kann, weshalb er den Schwestern ein Weihnachtsgeschenk machen will und verspricht wiederzukommen.
Die fünf Hexen lässt er jedoch ein wenig verwirrt zurück, von denen die Halliwells nun auf den Dachboden gehen, um dort das Buch der Schatten zu Rate zu fragen. Billie und Christy bleiben derweil im Wohnzimmer sitzen und kümmern sich um Wyatt und Chris. Dabei fragt Christy ihre kleine Schwester, ob die mächtigen Drei ihnen wirklich helfen wollen: „Billie, es sind unsere Eltern die gestorben sind, also sollten auch wir nach ihrem Mörder suchen und nicht sie. Billie, ich bitte dich, die wollen uns doch gar nicht helfen, die wollen es nur diesem Polizisten heimzahlen. Wir beide, sind ihnen völlig egal.“
Billie spielt die Worte ihrer großen Schwester herunter, denn sie vertraut ihnen und ist froh, dass sie den Mörder ihrer Eltern nicht selber finden muss, da sie sich dazu noch gar nicht in der Lage fühlt. Viel zu sehr sitzt der Anblick ihrer töten Körper noch in ihren Knochen fest und aus diesem Grund hört sie ihrer Schwester auch kaum zu, da sie die Gedanken an die vergangene Zeit mit ihren Eltern nicht los lassen kann.
Jamie geht mit Victor in dessen Wohnung, wo er die Geschenke für seine Töchter und Enkelsöhne holen will. Auf dem ganzen Weg wird er jedoch von einem schlechten Gewissen geplagt, da er kein Geschenk für seine Freundin hat. Doch das ist Jamie egal, denn sie beide sind für sie das größte und beste Geschenk: „Du hast mir die Liebe wiedergegeben und das wirst du mit keinem anderen Geschenk übertreffen können, denn du bist mein Weihnachtsengel und der Traum von einem Leben voller Glück uns Liebe.“
Victor schließt seine junge Freundin in die Arme und küsst sie ganz zärtlich, da sie ihn unglaublich glücklich macht. Auch Jamie ist endlich wieder glücklich und kann es noch kaum fassen, denn vor ein paar Monaten wäre sie lieber gestorben als mit einem Mann auszugehen und nun geht sie mit Victor lächelnd und Händchen haltend durch die Straßen wie ein frisch verliebtes und turtelndes Teenagerpaar. So jung und frei fühlt sich Victor auch, ja und wenn er Jamie in seinen Armen hält und sie küssen kann, glaubt er sogar, er könne schweben.
Als sie endlich in seiner Wohnung ankommen, hört Victor die Meldungen seines Anrufbeantworters ab und hört Pipers Stimme, die ihn aufgeregt um seine Hilfe bittet. Sofort will Victor zu seiner Tochter und seine Freundin soll ihn begleiten, doch genau dies möchte Jamie nicht. Denn auch wenn sie mit den drei Hexen befreundet ist, so gehört sie doch nicht zur Familie und will ihnen ihr Weihnachtsfest nicht verderben, indem sie ihnen sagt, dass sie nun mit Victor zusammen ist. Zwar versteht er nicht, was sie damit bezwecken möchte, doch er akzeptiert ihre Entscheidung und verspricht ihr, bald wieder da zu sein. Während Jamie sich nun die Wohnung ihres Freundes ansieht, erscheint der Älteste erneut im Haus der Halliwells und dieses Mal ist er nicht alleine gekommen.
Überrascht ruft Billie die Schwestern nach unten, wo sie die neue Babysitterin für Wyatt und Chris kennen lernen. Die Nymphe soll den Jungen beibringen ihre Umgebung wahrzunehmen und auch zu akzeptieren, und sie soll Piper entlasten, wenn diese wieder mit ihren Schwestern auf Dämonenjagd ist. Gerne erklärt sich die Hexe und Mutter damit einverstanden, besteht aber darauf, dass sich die Nymphe wie ein Mensch kleidet, damit sie nicht so sehr auffällt und sie alle in Gefahr bringt, während Paige den Ältesten darum bittet herauszufinden, ob Billies Eltern von Dämonen getötet worden sind. Denn auch wenn Phoebe keine Vision gehabt hat, so fühlten sich doch alle Hexen am Tatort äußerst unwohl. Nach dem Versprechen sich darum zu kümmern, verlässt er die Schwestern, die sich nun um Billie und Christy kümmern wollen. Nur Piper nicht, da sie der Nymphe ein paar von ihren Sachen gibt und ihr daraufhin das Haus zeigt. Dann klingelt es plötzlich an der Tür und Victor wird herzlich von seinen Töchtern begrüßt, sogar von Paige sieht ihn schon als ihren Stiefvater an, da sie ihn häufiger sieht als Sam und spürt, dass er auch für sie und ihre Probleme da ist. Nun lässt er sich jedoch erst einmal von Piper erzählen, was genau passiert ist und versteht dann, warum sie ihn angerufen hat. Denn sie brauchte ihn, doch er war nicht da, denn immerhin hat er auch noch sein eigenes Leben und kann nicht nur vor dem Telefon sitzen und darauf warten, dass einer seiner Tochter ihn anruft. Dies sagt er Piper allerdings nicht, weil es sie nicht verärgern will, nicht an Weihnachten. Auch kann er ihr jetzt nichts von Jamie erzählen und vermisst seine Freundin bereits, während er nun zu Wyatt und Chris geht und mit ihnen zusammen ihre Geschenke auspackt, während die mächtigen Drei sich um Billie und Christy kümmern. Sie werden allerdings von dem Ältesten gestört, der den fünf Hexen mitteilt, dass ein Noxon- Dämon damit beauftragt worden ist, die Familie Jenkins zu töten, doch da oben weiß niemand, wer der Auftraggeber ist. Die Schwestern beruhigt dies in keinem Fall, doch sie versprechen Billie und Christy den Dämon zu fangen und zu befragen, zu Not auch unter der Folter. Aus diesem Grund gehen die Halliwells auf den Dachboden und mischen dort für den Ernstfall Vernichtungselixiere zusammen, während Christy sich bei Billie beschwert: „Ich will hier nicht einfach herumsitzen und diesen Dämon vielleicht entkommen lassen… ich will selbst handeln und den Mörder unserer Eltern töten, so wie er es mit ihnen gemacht hat. – Die Schwestern mögen ja sagen, dass sie uns helfen wollen, doch in Wahrheit wollen sie einfach nur sich selber helfen und ihr Leben in Ruhe leben, am besten ohne Dämonen.“
„Das ist doch wunderbar, ich würde auch lieber ein ganz normaler Mensch sein, anstatt Dämonen zu jagen. Dieser Wunsch macht die Schwestern noch lange nicht selbstsüchtig oder gar gefährlich.“, Billie will diese Hetzreden gegen die mächtigen Drei nicht mehr hören, sondern setzt sich zu Victor und den beiden Jungs.
Darryl sitzt den ganzen Nachmittag in seinem Büro, als er von Cole überrascht wird, der sich darüber wundert, dass der Polizist den Weihnachtstag nicht zu Hause verbringt. Darryl überhört seine Worte und bietet ihm einen Platz und eine Tasse Kaffee an, welche Cole beide gerne annimmt. Dabei beobachtet er Inspektor Morris genau und bemerkt, dass das Zeichen der Triade am Hals seines alten Freundes langsam verblasst: „Darryl, alter Freund… bist du den Schwestern in letzter Zeit begegnet?“
„Worauf willst du hinaus, Cole? Meinst du, ich will sie noch immer brennen sehen wie man es früher mit Hexen gemacht hat? … nein… ich weiß nicht mehr, was mit mir los ist… vielleicht liegt es an Weihnachten, vielleicht liegt es auch der vielen Arbeit, die mir jeden Tag aufs Neue zeigt, dass das Böse überall da draußen ist…“, Cole merkt, dass Darryl immer unsicherer wird und das macht auch ihn unruhig, weshalb er seinen Kumpel bittet mit ihm etwas trinken zu gehen, wenn beide das Fest schon nicht feiern können.
Auch Piper und ihre Schwestern hätten sich das Weihnachtsfest anders vorgestellt, als nun bewaffnet in die Unterwelt zu gehen, wovon Christy sie allerdings abhält. Denn sie will, dass die mächtigen Drei ihr die Elixiere geben und sie den Noxon vernichten kann. Phoebe versucht ihr verständlich zu machen, dass ihr diese Rache nichts bringen wird und sie lieber versuchen sollten den Dämon zu finden, der es auf ihre Familie abgesehen hat. In diesem Moment taucht Coop auf dem Dachboden auf und freut sich darüber Phoebe und ihre Schwestern wieder zu sehen. Diese würden ihn gerade aber lieber loswerden, weshalb Paige die Hände ihrer Schwestern ergreift und sich sofort in die Unterwelt beamen will. Doch Coop und Christy durchkreuzen diesen Plan; denn die Hexe rennt auf Piper zu, um sich an ihr festzuhalten, während Coop Phoebe von den anderen fortreißt. Er möchte mit ihr über die Liebe reden und über einen Mann, den er für sie gefunden hat und der angeblich genau der Richtige wäre. Phoebe kann es aber nicht mehr hören, sein ewiges Geschwafel und sie will es auch gar nicht: „Meine Schwestern sind auf der Suche nach einen Dämon, mein Exmann läuft da draußen frei rum und ein alter Freund denkt wir seinen Mörderinnen… und du stehst hier vor mir und erzählst mir was von der Liebe?“
Coop sieht ein, dass er den falschen Zeitpunkt gewählt hat, doch er wird nicht locker lassen und ihr die Liebe wieder in ihr Herz bringen wird.
Jamie findet in Victors Wohnung ein Album und blättert dieses nun durch. Dabei betrachtet sie nicht nur die Photos von Victor und seinen Töchtern, sondern auch von seiner Frau Patty. Auch wenn diese schon seit vielen Jahren tot ist, verspürt Jamie nun einen Stich in ihrem Herzen, ein Stich der Eifersucht. Die junge Frau weiß, dass dies völlig aus der Luft gegriffen ist und sie dieses Gefühl nicht beschleichen muss, doch es ist da und es geht nicht weg, was ihr Angst macht und sie befürchtet, Victor durch ihr Klammern zu verlieren.
Sie legt also das Album aus ihrer Hand und verlässt mit Tränen im Gesicht die Wohnung ihres Freundes…
In der Zwischenzeit hat Christy sich in der Unterwelt von Paige und Piper losgerissen und beschwört nun eine riesige Feuerkugel herauf, mit der sie den Dämon vernichten will. Piper lässt das nicht zu, da sie so an keine Informationen kommen werden und greift Christy an. Auf diese Weise kann der Dämon entkommen und die Hexen müssen zurück nach Hause, wo Christy ihre Schwester beiseite zieht und ihr von Pipers Angriff erzählt. Billie will das nicht glauben, doch als sie Piper darauf anspricht und diese alles zugibt, verlässt die junge Hexe wütend das Haus der Halliwells, gefolgt von ihrer Schwester. Die sehr damit zufrieden ist, dass ihre Schwester nun endlich erkennt, dass Billie den falschen Menschen vertraut hat. Nun können die Beiden ihre eigenen Wege gehen und gemeinsam den dämonischen Mörder ihrer Eltern vernichten…
Davon ahnen die Halliwell- Schwestern allerdings nichts, als sie sich mit schlechtem Gewissen und einer düsteren Laune zu Victor und den Jungs setzen und ihre Geschenke verteilen und auspacken…