Folge 2.11
Folge 11 (24)
Hab mich lieb
Give me a little love
Piper und Billie räumten eine Kiste nach der anderen aus. Hier stand so viel Gerümpel herum und sie wussten nicht, wo sie was finden würden. Es gab hier mehr als Informationen. Piper hatte alle ihre Erinnerungen in den Keller gebracht. In den einen Kisten waren Leos alte Sachen und in anderen befanden sich alte Stücke von Paige und Phoebe. Jeder, der jemals in diesem Haus gelebt hatte, war irgendwo hier. Piper hatte sich einfach von nichts trennen können, weil alle diese Menschen und Erinnerungen zu ihrem Leben gehörten. Sie daraus zu verbannen, wäre wie ein Stück ihres Lebens zu verlieren. Aber war es nicht Zeit, irgendwann den inneren Frieden mit der Vergangenheit zu machen und ganz neu anzufangen? Würden alle diese Erinnerungen sie nicht einengen und ihr Leben bestimmen, wenn sie diese noch länger um sich herum festhielt? Piper war sich sicher, dass sie unbedingt hier entrümpeln musste, sobald sie eine Lösung für Jamie und Cole gefunden hatten. Dann sah sie kurz zu Billie rüber, um sich zu vergewissern, dass ihre Freundin vorankam. Doch die junge Blondine saß nur da und hielt still etwas in ihren Händen. Es war ein altes Photo von Piper. Es musste der Tag ihrer Hochzeit gewesen sein und sie sah einfach nur wunderschön aus. Billie wollte das Bild gar nicht aus den Händen legen, bis Piper dies für sie tat: „Das ist lange her und niemand kann diese Zeit zurückholen… Billie, ich will mit der Vergangenheit abschließen. Also würdest du mir vielleicht helfen, die Kisten wegzubringen?“
Billie nickte Piper zu und so packten sie gemeinsam an, ohne weiter nach Cole zu suchen. Es sollte einfach alles verschwinden und zwar sofort, ehe es Piper sich noch einmal anders überlegen würde.
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Phoebe saß noch immer auf dem Dachboden, als sie so einen stechenden Schmerz in ihrem Herzen spürte. Irgendetwas war passiert, das konnte sie fühlen. Doch was war es und warum tat es so unendlich weh? Sie versuchte aufzustehen und bekam augenblicklich eine Vision.
… Darryl und Cole stritten sich. Sie schrieen herum und Wyatt und Chris hielten sich nur die Ohren zu. Die Beiden konnten nichts tun und musste zusehen, wie Cole einen Feuerball nach Darryl warf…
„Nein!“, Phoebe konnte nicht richtig atmen aus Angst um ihren Freund. Sie musste sofort zu ihm und Paige musste mitkommen. Sie musste sehen, was Cole getan hatte oder noch tun würde. Denn nun gab es keinen Zweifel mehr – Balthazar war zurück.
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Er und Phoebe? Nein, das war alles vorbei. Wie konnte Darryl nur etwas anderes glauben? Weshalb nur war sein bester Freund auf einmal so eifersüchtig? Er hatte ihm doch gar nichts getan und seine Freundin würde er Darryl auch nicht ausspannen. Cole wollte nur noch Paige und das würde er ihr auch zeigen. Er war geflohen, aus Angst, dass sein Kind wie er werden würde. Ein Dämon, der mit sich selbst kämpfte. … aber auch wenn das Kind so werden würde, könnte er ihm zeigen, wie man damit leben kann. Sie man auf der guten Seite bleiben kann. Das hatte Cole sich vorgenommen, aber dann kam das… dieses Monstrum, diese Schwierigkeit, der er nicht aus dem Weg gehen konnte. Der Dämon nahm den ganzen Raum für sich ein und Cole blieb erneut die Luft weg. Dieses Ding forderte Balthazar heraus und Cole wusste, dass nur sein innerer Dämon es vernichten konnte. Er stand nun vor der einen Entscheidung: Cole oder Balthazar? Ein ewiger Kampf, aber nur eine Schlacht für seine Familie. Cole würde Paige lieben und das Baby, aber alleine würde er jetzt sterben. Er gab also nach und ließ den Dämon gewinnen, der triumphierend seine dämonische Maske aufsetzte und dem Monstrum gleich zwei Feuerbälle entgegen schleuderte…
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Victor hatte seine beiden Töchter verschwinden sehen und war nun mit seinem Sohn alleine. Sean sah seinen Vater an und legte dabei seinen Kopf schräg. Diese Angewohnheit hatte der Junge wohl von ihm. Denn auch er hatte seine Töchter immer so angesehen, wenn er merkte, dass irgendetwas nicht mit ihnen stimmte. Es war immer nur eine Intuition gewesen, aber die konnte sein Sohn doch noch nicht haben, oder?
„Du merkst es doch, oder? Du vermisst sie und willst auch wieder in ihren Armen liegen… Sean, ich weiß nicht, was deine Mutter gerade durchmacht… ich…“, Victor schaffte es nicht, diese Worte über seine Lippen zu bringen. Langsam kam er sich so dumm vor. Er liebte sie doch und hatte versprochen immer für sie da zu sein. Und nun? Nun war er nicht bei ihr und hatte sie alleine gelassen. Nicht ein Wort hatte er ihr zum Abschied gesagt. Er hatte einfach zu viel Angst gehabt. Angst sie zu verlieren. Angst gesagt zu bekommen, dass sie ihn nie geliebt hatte. Doch konnte das nicht die Wahrheit sein, nicht wenn er Sean ansah. Der Junge war ihr gemeinsames Glück, ein Zeichen ihrer Liebe und um die musste er kämpfen.
Victor stand auf und sah dann mit Schrecken den Mann, der alles zerstört hatte. ROGER…
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Piper und Billie hatten die Kisten in den Wagen geladen und waren losgefahren. Piper wollte, dass die Sachen vielleicht in einem Obdachlosenheim noch Verwendung fanden. Um die persönlichen Photos machte sie sich dabei keine Sorgen. Es sollte einfach alles weggeschmissen werden, was nicht zu gebrauchen war. Die Erinnerungen waren damit schließlich nicht weg und Photos von ihrer Familie hatte sie genug, da kam es auf die wenigen nicht an. Sie würde darüber hinwegkommen und das bewunderte Billie an ihr: „Ich glaube, ich könnte das nicht. Es gehört doch irgendwie zu deinem Leben und nun gibst du es einfach ab.“
„Das ist es ja. Dieses Leben ist vorbei und es bringt nicht, noch länger daran festzuhalten. Wir haben nichts in diesen Kisten gefunden, das es wert wäre, noch länger da rum zu liegen. Es wird Zeit, das alles hinter sich zu lassen.“, Piper wollte um die nächste Ecke fahren, als sie plötzlich eine Vollbremsung hinlegen musste. Sie hatte die junge Frau gar nicht kommen sehen und stieg nun eilig aus dem Wagen. Der Blondine war glücklicher Weise nichts passiert. Doch ein schreiender Mann, den Piper in der Nähe auf sie zu laufen sah, bedeutete nichts Gutes. Schnell half Billie der verängstigten Frau auf und beeilte sich wieder zurück ins Auto zu kommen. Piper und Billie fuhren mit der Frau auf der Rückbank weiter, die ihnen irgendetwas auf Spanisch sagte. Die Hexen verstanden kein Wort, aber sie wussten, wer ihnen helfen würde. All die Kisten wurden mit einem Mal unwichtig und Piper dachte nur noch daran, wie sie am schnellsten zu Phoebes Wohnung kommen konnte…
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„DARRYL!“, Phoebe hatte sich von Paige in ihre Wohnung beamen lassen, wo Darryl halb auf der Couch und halb auf dem Boden lag. Wyatt hatte ihn heilen können, doch sein Hemd war immer noch rot gefärbt. Er versuchte aufzustehen, doch dann stürzte sich von Phoebe auf ihn. Immer wieder sagte sie ihm, dass es ihr Leid täte und sie ihn niemals hätte alleine zurücklassen dürfen: „Ich weiß, dass er hier war. Ich habe gesehen, was er getan hat. Oh, Darryl, es tut mir alles so Leid, das ist alles meine Schuld.“
„Nein, es ist schon gut. Wyatt hat mir das Leben gerettet. Du bist echt was Besonderes, Kleiner. – Und Cole, ich weiß nicht… aber ich glaube, da stimmt was nicht.“, Darryl wollte erzählen, was passiert war, doch Paige kam ihm zuvor: „COLE? Er war hier? Wo ist er Darryl, der kann was erleben. Mich lässt er wochenlang warten und verzweifeln und dich hätte er beinahe getötet.“
Phoebe half ihrem Freund auf, als es an der Tür klingelte. Piper und Billie kamen herein. Sie hatten die junge Frau mit sich genommen, die unter Tränen immer wieder versuchte ihnen irgendwas zu erklären, doch keiner von ihnen verstand auch nur ein Wort. Jetzt sollte Darryl ihnen helfen, aber er musste sie vertrösten: „Erst muss ich mit Paige reden und dann seid ihr dran. – Ihr dürft mir nämlich auch noch erklären, warum ihr Chris und Wyatt hier gelassen habt, ohne mir auch nur ein Wort zu sagen.“
Dann drehte sich Darryl zu Paige um und wollte ihr erzählen, was wirklich passiert war. Doch wieder wurde er unterbrochen. Unter dem Wimmern der Frau verstand er deutlich zwei Wörter. „Kind“ und „Tod“. Das reichte, um seine volle Aufmerksamkeit zu bekommen und er ging auf die Frau zu. Auf Spanisch sagte er ihr, dass er ihr helfen wollte, wenn sie ihm nur alles erzählte, was sie wusste. Die Frau fiel ihm um den Hals und begann alles zu erzählen: „Mein Freund hat mich die Treppe runter gestoßen… er schlägt mich immer wieder und auch mein Baby. Ich kann ihn nicht aufhalten und ich habe so Angst. Ich will nur weg von ihm. Meine Kleine soll doch leben und nicht zu Tode geschlagen werden. – Bitte helfen sie mir und meiner Tochter. Meine Kleine ist doch alles für mich.“
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Balthazar sah sich den Dämon nun genau an. Ein riesiger Fettklops, der aussah wie eine einzige Tonne. Sein Kopf, seine Arme und seine Beine guckten kaum noch aus der Kugel heraus und der Dämon erinnerte sich daran, wie er in Coles Körper unter diesem Wesen gesteckt hatte. Eine Befreiung war nicht möglich gewesen, nur das eigene Verschwinden. Aber nun stand dieser Tonne nicht Cole, sondern Balthazar gegenüber und dieser war sich sicher, dass er das schaffen würde, wobei Cole versagt hatte. Und dann würde er sich den anderen Dingen widmen, die Cole so sehr beschäftigten…
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Jamie hatte es nicht einmal bis auf die Straße geschafft. Der Unbekannte war schneller gewesen als sie selbst. Und er machte ihr immer mehr Angst. Wer war er und was wollte er von ihr. War er Victor oder doch nur ein Dämon von Roger? Egal, was er war, sie durfte ihm nicht vertrauen. Sie wollte nur weg von ihm, doch er hielt sie weiterhin fest: „Es bringt nichts. Du kannst nicht einfach weglaufen und alle im Stich lassen. Sie machen sich doch Sorgen um dich. Sie wollen dir helfen, so wie ich, Mum.“
Mum? Nein, das konnte er gerade nicht gesagt haben. Das konnte nicht Sean sein. Ihr Baby war bei Victor und er würde ihn beschützen. Aber wer war er nun? Was wollte dieser Mann und woher wusste er den Namen ihres Sohnes? Dahinter konnte doch nur Roger stehen und so riss sich Jamie noch einmal los und schleuderte den jungen Mann mit einer Handbewegung gegen die Wand.
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Billie und die drei Halliwellschwestern ließen sich von Darryl erzählen, was die junge Frau ihm anvertraut hatte. Piper ging daraufhin zu ihren Söhnen, die ihr versprechen mussten, brav zu sein: „Mama hat euch lieb und ich weiß, dass meine zwei Großen immer auf das hören werden, was Onkel Darryl ihnen sagt. Also bitte. – Ich hab euch lieb.“
Wyatt und Chris umarmten ihre Mutter, die mit Billie aufbrach, um das Kind der Frau vor seinem gewalttätigen Vater zu retten. Die junge Frau lief ihnen nach, um wollte ebenfalls helfen. Wodurch Darryl nun wieder mit Paige und Phoebe alleine war: „So, jetzt hört mir endlich zu. Ja, Cole war hier und ja, er hat einen Feuerball nach mir geworfen, aber ich glaube nicht, dass er das wollte. Irgendetwas stimmte nicht. Er hat immer wieder gesagt, wie sehr er dich liebt Paige und das er dich nicht alleine lassen wollte. Er will das Kind mit dir aufziehen… aber dann ist er wieder verschwunden und seine Augen haben so rot gefunkelt… fast so, als…“
„…wäre Balthazar zurück. Der Meinung sind wir mittlerweile auch und ich glaube nicht mehr, dass er mich liebt. Balthazar hat das nur gesagt, weil er uns… also mich, noch mehr verletzen will. Aber ich werde nicht auf ihn hereinfallen, ich weiß wann Schluss ist.“, Paige sah mehr als überzeugt aus und doch erkannte Phoebe, dass ihrer Schwester diese Worte nicht einfach fielen. Sie konnte spüren, wie Paige innerlich an ihren Gefühlen für Cole zerbrach. Sie hatte gehofft, dass alles anders werden würde und nicht wie bei Phoebe, aber sie hatte sich nun doch getäuscht. Als Phoebe auf sie zuging und sie in die Arme schloss, war alles zu spät. Sie konnte sie Mauer um sich herum nicht mehr halten. Sie hatte auf einmal alles verloren. Erst Jamie und nun Cole… aber ihr Kind, das wollte sie retten und wenn es möglich war, auch noch Jamie: „Lass uns weiter nach suchen. Es muss etwas geben, dass wir bisher übersehen haben.“
Phoebe nickte ihrer Schwester zu und auf einmal kam ihr eine Idee: „Erinnert ihr euch an den Liebeszauber, den Roger über Jamie gelegt hat? Vielleicht ist das so etwas Ähnliches? Vielleicht müssten wir mehr über diesen Kerl herausfinden, um Jamie helfen zu können.“
Paige und Darryl waren der gleichen Meinung, weshalb Phoebe und Darryl zum Polizeirevier fuhren. Wenn es eine Akte über Roger gäbe, würde Darryl an sie rankommen und Paige sollte in der Zwischenzeit auf die drei Kinder aufpassen.
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„Was wollen Sie hier? Was haben Sie mit Jamie gemacht?“, Victor hielt seinen Sohn fest in den Armen, während Roger immer näher kam. Er war sich sicher, dass der Plan seiner Mutter aufgehen würde. Victor musste sterben und es war niemand hier, der das verhindern konnte. Roger würde Sean bekommen und Jamie würde aus Angst und Verzweiflung zu ihm zurückkommen. Es würde sich doch alles noch zu seinen Gunsten wenden und darum lächelte Roger finster: „Hat Jamie dich verlassen, Victor?… Ich habe es immer gewusst. Du bist nichts für meine Frau. Sie weiß, was sie will und wird zu mir zurückkommen.“
Victor wollte Rogers Worte nicht hören, weil sie wie Gift für ihn waren. Doch was war, wenn dieser Mann Recht hatte. Was war, wenn Jamie wirklich zu ihm zurückgehen würde und es Victor nur nicht erklären konnte. Nein, es durfte nicht wahr sein… nicht Jamie…
„Gib sie endlich auf Victor… sterben wirst du so oder so.“, Roger lachte dämonisch und schleuderte einen Energieball nach Victor…
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Jamie atmete tief durch, als der Fremde sich nicht mehr bewegte. Doch er blieb nur kurz so ruhig. Nur langsam kam er wieder zu sich und hatte eine Bitte: „Er braucht dich… er soll sterben… Mum, er liebt dich… Mum, ich…“
Dem Jungen standen echte Tränen in den Augen und irgendetwas hielt Jamie bei ihm. Sie krabbelte auf allen Vieren auf ihn zu. Sie wollte es einerseits nicht glauben, doch andererseits war da etwas, dass ihn so real wirken ließ. War es also wirklich Sean? Hatte sie ihren eigenen Sohn angegriffen? Sie sah ihm tief in die Augen und er wirkte so vertraut. Ja, es war ihr Sohn und er war hier bei ihr. Er lag hier auf dem Boden und war verletzt. Aber es ging ihm nicht, um sich selbst, sondern nur um Victor… hilf ihm Mum… er braucht dich…
Jamie küsste ihren Sohn auf die Stirn und ließ los. Sie konnte Victor nicht alleine lassen. Sie musste bei ihm sein und für ihn da sein. Sie musste ihn vor Roger beschützen.
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Billie und Piper begleiten die junge Frau zurück zu ihrer Wohnung, wo sie ein Kind schreien hörten. Außer dem Mädchen schien niemand in der Wohnung zu sein und Piper suchte überall nach dem Kind. Es lag unter Zeitungen und fror. Die Wohnung war kalt. Es brannte kein einziges Licht und die Heizung schien auch nicht zu funktionieren. Alles um die Hexe herum war in einem verwahrlosten Zustand und das Kind tat ihr so Leid. Hier konnte doch niemand ein kleines Mädchen großziehen. Billie war derselben Meinung, als sie näher kam. Sie sah nur das Mädchen in Pipers Armen und schon kamen ihr die Tränen: „Wer kann so etwas zulassen?“
Piper konnte ihr keine Antwort geben, auch wenn sie es gerne getan hätte. Sie war selber sprachlos und wollte diese Mutter zur Rede stellen. Doch diese schrie auf einmal laut auf und stammelte etwas vor sich hin. Ihr Mann kam zurück und sie hatte schreckliche Angst um sich und ihre Tochter. Sie versuchte sich zu verstecken und die Hexen verstanden ihr Verhalten nicht. Aber dann sahen sie den Mann und seine Waffe. Er zielte auf seine Frau und schoss…
Piper konnte nichts tun. Sie hätte das Mädchen fallen lassen müssen, doch das war unmöglich für sie. Erst nach dem Schuss wollte sie das Kind in Billies Arme legen, doch die Hexe schloss ihre Augen und stellte sich Polizisten und Ärzte vor. Sie stürmten in den Raum und nahmen den Mann fest. Für die Frau konnten sie aber nichts mehr tun und so sagte einer von Darryls Kollegen zu Piper, dass sie sich fürs Erste um das Mädchen kümmern sollte. Niedergeschlagen ging sie mit dem winzigen Kind und Billie aus der Wohnung und drehte sich dann zu ihrer Freundin um: „Warum hast du…“
„Ich hätte nicht zulassen können, dass du ihn sprengst… aber er sollte dich auch niemals töten, das hätte ich nicht verkraftet.“, Billie stand die Angst und die vielen Tränen noch in den Augen und Piper konnte nichts anderes tun, als sie einfach in die Arme schließen. Ihre Freundin hatte sie davor bewahrt einen Unschuldigen zu töten und hatte sie gleichzeitig gerettet. Jetzt wollte sie Billie auf keinen Fall mehr verlieren, sondern sie immer in ihrem Leben haben: „Dieses Kind braucht eine Familie und das werden wir sein. Du, ich, Wyatt und Chris. Wir werden dieses Mädchen lieben und ihr soll niemals wieder etwas Böses geschehen… und dir auch nicht…“
Billie hielt Piper fest und konnte kein Wort mehr sagen. Sie konnte nur weinen und war doch auf einer anderen Weise glücklich wie niemals zuvor.
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Jamie kam ins Haus gerannt. Die Tür stand offen und niemand schien da zu sein. Sie rief nach Victor, doch es kam keine Antwort. War er doch in Phoebes Wohnung? Hatte sie die Zeit, bis auf den Dachboden zu gehen? Sie musste es tun, denn einfach wieder zu gehen war zu gefährlich. Ihr Gefühl sagte ihr doch, dass er hier war und es sollte sie nicht täuschen…
Victor lag auf dem Dachboden. Verletzt und ohne jegliches Bewusstsein. Jamie betete, dass er noch lebte… doch ihre Liebe atmete nicht mehr…