Folge 2.15

Folge 15 (28)

         Mein Glück, dein Tod

         My luck, your death

 

Aurora sah auf das kleine Kind herunter. Seans Husten wurde immer schlimmer. Seine Augen sahen so müde und erschöpft aus und seine Haut war blass wie Schnee. Sie konnte seinen Tod bereits spüren und das kleine Leben in ihm konnte nichts dagegen tun. Der Dämon war stärker und keiner konnte ihm mehr helfen: „Du bist eben nur ein Kind und nichts besonders. Du musst sterben, so steht es geschrieben und du wirst es… deine Mutter kann dir jetzt nicht mehr helfen und mein Sohn wird es auch nicht aufhalten… der Gaizkin erfüllt seine Aufgabe… bis zum Schluss…“

Auroras Augen leuchteten vor Freude auf, denn sie war ihrem Ziel so nahe. Doch dann hörte sie diese Stimmen… Sie drehte sich um und sah die Tür an. Irgendjemand war da draußen, aber es würde zu spät sein. Sie schloss die Augen und verschwand, als die Tür von außen aufgesprengt wurde…

 

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Piper ging langsam in den dunkeln Raum herein. Sean hatte auf diese Tür gewiesen, also musste irgendetwas hier sein. Doch es schien niemand hier zu sein… nur dieses Husten war da… es musste aus diesem Kinderbett kommen, aber konnte das sein? Es würde doch heißen, dass ihre eigenen Söhne sie angelogen hatten… denn in diesem Bett lag ein Baby… Sean… genauso übel zugerichtet wie der junge Mann auf dem Flur. Genauso krank und genauso schwach… Piper nahm die Decke weg und hob ihren Bruder aus dem Bett. Sie brachte ihn zu ihrem Vater, der seinen Sohn glücklich in die Arme schloss. Er hatte ihn wieder… aber sie waren noch immer nicht komplett…

Billie konnte sehen wie Victor das Baby an sich drückte und wie schwer es Phoebe und Darryl fiel, ihn anzusehen. Sie wollten in diesem Moment auch bei ihrer Tochter sein… anders als Piper… Denn Billie merkte, dass die Frau, die sie liebte, nicht an ihre drei Lieblinge dachte… sondern an diesen jungen Mann… sie kniete sich neben ihn und wollte sehen, ob er noch bei Bewusstsein war: „Sean… Bruder?… Kannst du mich hören?…“

Phoebe und all die anderen sahen Piper nun auf einmal an. Hatte sie in dem jungen Mann wirklich ihren Bruder erkannt oder wollte sie einfach nur einen Weg suchen, um einen Unschuldigen zu retten?…

 

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Paige spürte eine Hand auf ihrem Gesicht. Kein Feuer, sondern nur eine leichte Wärme… Cole dachte nach. Es musste doch schließlich einen Weg für sie geben. Es musste doch möglich sein, ein glückliches Leben führen zu können. Sie beide und ihr Kind… sie hatten doch selbst Paiges Schwestern überzeugen können… warum schafften sie dann nicht einen Dämon?… aber war es wirklich einer? Cole musste wieder daran denken, dass sein Sohn so sein könnte wie er. Dass er ebenfalls zwei Gesichter hatte und sich niemals von einem Dämon befreien können wird… Paige… sie war das Einzige, dass jetzt für ihn wichtig sein sollte… aber er konnte sich nicht auf sie konzentrieren. Er schaffte es nicht, die Angst zu unterdrücken und bemerkte dabei nicht, dass sich Balthasar auf diese Weise wieder ausbreiten konnte…

 

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Jamie hatte das Strahlen in Rogers Augen sehen können. Es war der Moment gewesen, in dem sie selber innerlich gestorben war. Sie hatte sich entschieden… ihr Leben für das ihrer Liebsten… sie würde sich opfern, damit alle anderen lebten. Sie wusste, dass sie selbst niemals wieder glücklich werden konnte und sah ihre schönsten Momente mit Victor noch einmal an sich vorbeiziehen. Sie hatten so viel zusammen durchgemacht und nun steckte sie in diesem weißen Kleid, welches Roger für sie hatte anfertigen lassen. Sie hatte diesen Fetzen schon bei ihrem ersten Gang zum Altar schon nicht anziehen wollen. Sie hatte ein anderes Kleid gekauft, in dem sie dann weggelaufen war und es später entsorgt hatte. Aber nun blieb für etwas anderes keine Zeit mehr… Roger wollte sie sofort heiraten, damit sie ihn nicht wieder stehen lassen konnte. Er rief nach seiner Mutter, damit sie ihnen das Eheversprechen abnehmen konnte und fühlte sich siegessicher. Das hier, was alles, was er immer gewollt hatte. Er brauchte nichts anderes… keine Macht, die seine Mutter ihm immer geben wollte… nein, nur Jamie, das war alles… sie würde ihn heiraten und ihm ein Kind schenken. Ein eigenes Kind, keinen Bastard… und sie sollte alles andere vergessen, denn wozu brauchte sie etwas anderes als ihn…

„Komm her Jamie, es ist soweit. – Nur wir beide und niemand der uns noch stören kann. Nur wir, bis in alle Ewigkeit…“, Roger zog Jamie an sich heran und küsste sie. Sie ließ es über sich ergehen und wehrte sich nicht. Sie dachte nicht an eine Zukunft, sondern nur an ihr verfehltes Glück und den Tod…

 

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Victor sah erst das Baby an und dann den jungen Mann, zu dem er sich runterbeugte… diese Ähnlichkeit… war es wirklich sein kleiner Sohn, den er zur gleichen Zeit in seinen Armen hielt? Er musste es wissen, denn er wollte keinen verlieren: „Sean?… Bist du…“

„Ich ster… be… Dad… du… ah… da…d… ich…“, Sean merkte, die die Kraft ihn verließ und wandte seine Augen von seinem Vater ab. Er konnte diesem Schmerz, ihn leiden zu sehen, nicht ertragen. Er war doch nur her gekommen, um seinen Vater zu retten und nun verlor er alles… Chris und Wyatt sollten zum Ende eben doch Recht behalten… nicht jeder kann die Vergangenheit verändern…

 

Phoebe spürte, wie beide Seans um ihr Leben kämpften. Doch wie sollten sie gewinnen? Wenn der Kleine starb, hatte der Ältere keine Chance mehr… sie mussten also die Lösung finden, denn das Baby konnte sich nicht selber retten: „Paige! Paige, wir brauchen dich hier. Du musst unseren Bruder heilen… Paige, beweg endlich deinen Arsch hierher!“

Kein Licht erschien, keine Antwort kam… sie blieben allein und ohne Paige. Phoebe verzweifelte an dieser Lage, denn sie wusste nicht, was sie sonst tun sollten… Darryl nahm seine Freundin in die Arme, während Billie ebenfalls alles zu viel wurde. Sie sah nur das Leid um sich herum. Sie versuchte wegzusehen, aber es war immer noch da… genau wie…

„Piper? Was ist das?“, Billie zeigte mit ihrem Finger auf die Decke, die Piper hatte auf den Boden fallen lassen. Sie hatte sich ja gar nichts dabei gedacht, doch jetzt erkannte sie, dass an der Decke etwas Besonderes war. Mit Billie ging Piper noch einmal zurück in das Kinderzimmer und hob die Decke wieder auf… sie hatte es nicht sehen können, da die Stickerei auf Sean gelegen hatte… ein Hahnenkopf war zu erkennen. Und während Billie mit ihren Fingern darüber strich, fragten sich beide Hexen, warum jemand die Decke so hingelegt hatte, dass man die Verzierung nicht sehen konnte?…

„Gesundheit“, Piper reagierte sofort auf Billies Niesen und ließ dann doch erschrocken die Decke fallen…

 

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Chris sah seinen älteren Bruder Wyatt an und dieser merkte, dass sein kleiner Bruder sich unwohl fühlte. Pipers junge Söhne hockten im Kinderzimmer mit Melinda und Eva. Niemand war sonst bei ihnen und sie fühlten sich so allein. Anders als ihre zukünftigen Ichs, die noch immer auf dem Dachboden waren und sich um einen Schutzzauber kümmerten. Schließlich sollte niemand in die Nähe des Hauses kommen oder gar hereinkommen. Es durfte sie keiner stören, denn ihre Aufgabe war nicht leicht und vor allem Chris wurde allmählich von Gewissensbissen geplagt… es ging hier doch um Sean und Tony… und was immer die beiden auch getan haben oder noch tun würden… sie waren doch eine Familie. Also warum tobte dieser Krieg zwischen ihnen? Warum mussten vier Mitglieder seiner Familie ausgelöscht werden?

„Wyatt? Sag mir bitte noch mal, warum wir das hier eigentlich machen? Ich meine, ja von Tony, Allison und Jenny geht vielleicht eine Gefahr aus, aber sie haben noch nie einen Menschen getötet. Also warum…“, Wyatt sah seinen kleinen Bruder eindringlich an und weigerte sich auf eine solche Frage zu antworten. Er wusste zwar, dass seine Cousinen und ihr Bruder ihre Kräfte noch nie gegen einen Unschuldigen eingesetzt hatten. Doch er wusste, wozu sie im Stande waren. Er wusste, dass der Grat zwischen Gut und Böse für sie nur wie ein Schleier war und leicht konnten sie von der anderen Seite angezogen werden. Wyatt durfte das jedoch nicht zulassen. Er war der Älteste und er musste seine Familie beschützen. Er wollte schließlich nicht, dass Melanie ein Opfer seiner Familie wurde. Denn zu lange hatte er um die Frau seines Herzens gekämpft. Zu lange hatte es gedauert, bis sie ihm ganz vertrauen konnte und über seine Fähigkeiten hinweg sah… Nein, eine Frau wie Melanie durfte er auf keinen Fall wieder aufgeben. Sondern stattdessen wollte er alle Hindernisse aus dem Weg räumen, die sie beide zum Stolpern bringen konnten. Mit diesem Gedanken machte er sich wieder an die Arbeit, so wie sein Bruder Chris, die Beide gar nicht merkten, wie auf ihren Händen kleine geschwungene Zeichen aufleuchteten und dann wieder verblassten…

 

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Darryl wusste, dass die Hexen einen Weg suchen würden, um die beiden Seans auf magische Weise zu retten. Doch während er seine Freundin in den Armen hielt, wurde ihm immer bewusster, dass er selbst etwas tun musste. Er konnte hier nicht einfach nur herumsitzen und Däumchen drehen. Er ließ Phoebe also los und nahm Victor das Baby ab: „Gib ihn mir. Ich bringe ihn ins Krankenhaus. Sucht ihr alle weiter nach einer anderen Möglichkeit, nur lasst mich dafür sorgen, dass wir einen Plan B haben.“

Victor nickte Darryl zu, der Phoebe noch einmal kurz einen flüchtigen Kuss zuwarf und dann mit dem Baby im Arm verschwand. Sie wusste, dass ihr Freund das Richtige tat. Denn wenn sie versagten, dann würde Sean hier in dieser Kälte und der Dunkelheit sterben. Doch im Krankenhaus konnte man ihm vielleicht auch helfen, was Piper aber anders sah: „Er glaubt doch nicht wirklich daran, dass ein paar Ärzte einen magischen Fluch überwinden können, oder? – Denn genau das ist es. Sieh dir nur Billie an, sie hat sich auch schon infiziert und das hängt nur mit diesem Hahnenkopf zusammen… Wir müssen zum Buch und zwar sofort.“

Piper war aufgebracht und unruhig. Sie wollte Billie und Sean helfen, aber wusste sie nicht wie sie das anstellen sollte. Sie wusste, dass es etwas mit der blöden Stickerei zu tun hatte, nur was steckte dahinter?

 

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Paige spürte, dass Cole sich wieder verwandelte, doch etwas in ihr, versuchte sie zu schützen. Sie orbte sich nicht weg. Sie blieb einfach wo sie war und sah alles nur durch den Feuerschein. Ihre Hände bewegten sich von ganz alleine in Richtung ihres Liebsten und das Feuer schoss daraus wie die Kugel aus einem Gewehrlauf. Es entflammte jedoch nicht nur sie, sondern auch Cole…

 

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Aurora sah Jamie und Roger beieinander stehen. Ihr mütterliches Herz warnte sie vor dieser Verbindung, aber ihrem Sohn war es nicht mehr auszureden. Er wollte Jamie zu seiner Frau nehmen und zwar auf der Stelle. Er wollte sie sagen hören Ja, ich will, auch wenn sie das die größte Überwindung kosten würde… oder auch nicht, denn was stört es einen etwas zu sagen, wenn man innerlich schon tot ist…

 

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Phoebe wusste nicht, wie jetzt an das Buch kommen sollten und wollte es erst einmal mit ihren Visionen versuchen. Vielleicht würden diese ihnen ja bereits zeigen, was sie zu tun hatten. Sie nahm also die kleine Decke an sich und sah Aurora mit Sean…

„Phoebe? Ist alles in Ordnung?“, Piper hielt ihre Schwester fest, die seltsam schwankte. Doch dann kam sie wieder zu sich und erzählte Piper etwas von der seltsamen Frau und einem Feuer, das den ganzen Raum verschlang. Aber die wussten nicht, was das bedeuten könnte, als Billie hinter ihnen einen heftigen Hustenanfall bekam. Piper lief zu ihr und fühlte Billies Stirn, die heiß war und auf ein hohes Fieber hindeute: „Keine Sorge, Billie. Wir finden einen Weg, dich und Sean zu retten. Du musst nur aushalten. Du darfst nicht aufgeben, verstanden? Billie, hörst du mich noch? Du musst wach bleiben. Billie!“

Piper rüttelte an Billies Schultern, aber die Augen ihrer besten Freundin blieben geschlossen. Piper machte sich Vorwürfe, dass sie zugelassen hatte, dass Billie diesen Hahnenkopf berührte. Sie wünschte sich, dass nun sie mit diesem Fluch umgehen könnte, anstatt Billie und Sean, was Phoebe fühlen konnte. Sie sah ihre ältere Schwester an und wusste nicht, was sie nun glauben sollte: „Piper?… Sag mal… weißt du, dass… also, ich meine… weißt du…“

„Ja, ich weiß, dass sie mich liebt und ich will nicht, dass du sie dafür verurteilst. – Billie hat mir eine neue Hoffnung gegeben, nachdem ich so viel verloren habe. Sie hat mir neue Kraft gegeben und war für mich da, während ihr euch nur noch um euch selber gekümmert habt. … Ich will dich und Paige ja gar nicht verurteilen… aber… ihr seid alle so plötzlich ausgezogen und ich war mit den Jungs allein. Nur Billie war da und hat mir geholfen… Sie hat mir gesagt, dass sie mich liebt und auch wenn ich sie nicht lieben kann, weil ich ja nicht lesbisch bin… ich will nicht mehr ohne sie sein, sondern sie soll bei mir und den Kindern bleiben, damit wir eine Familie sein können…“, Piper nahm Billies Hand und schluckte. In ihrem Hals hatte sich ein Klos gebildet und sie konnte nicht mehr richtig atmen. Alles war so schwer, doch in diesem Moment war ihre Schwester für sie da. Phoebe legte ihren Arm um Pipers Schultern, um sie zu trösten, während die Zeit unaufhörlich gegen sie lief…

 

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Cole fühlte das Feuer auf seiner Haut, aber es tat nicht weh. Nicht ihm… Nur Balthasar schrie vor Schmerzen. Aber wieso? Wenn Cole das Feuer nicht wehtat, warum dann dem Dämon? Was war das für eine Fähigkeit, die Paige auf einmal besaß? Weshalb konnte sie Balthasar verbrennen, ohne ihn zu verletzen? Denn genau das tat sie. Cole spürte wie der Dämon seinen Körper verließ und für immer von ihm ging. Erst dann ging das Feuer wieder ein und auch der Rauch löste sich auf… Paige und Cole sahen sich erschrocken an… was war gerade passiert?… was würde noch passieren?… Es machte ihnen Angst, aber sie hatten es überlebt. Sie waren zusammen und Cole nahm sie in die Arme. Er wollte nur noch bei ihr sein… aber Paige hörte dieses Klingeln im Kopf: „Meine Schwestern sind in Gefahr. Ich muss zu ihnen.“

„Ich komme mit dir. Ich lass dich nie wieder alleine Paige. Ich liebe dich.“, Cole küsste seine Freundin, als sie beide in einem blauen Licht verschwanden…

 

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Victor kniete noch immer neben seinem Sohn und achtete auf nichts anderes mehr. Was sollte er selber nur tun? Musste er denn wirklich alles verlieren? Seine erste Frau… seine erste Tochter… und nun Jamie und Sean? Nein, es musste einen Weg geben… nur welchen…

„Dad… Dad, du… hilf ihr… du musst… finden… sie… Mum… hilf… Dad…“, Sean kämpfte um jede Minute, die ihm noch blieb und er wusste, dass nun alles von seinem Vater abhing. Er musste Jamie finden, denn sonst war seine Zeitreise ganz umsonst gewesen. Und Victor verstand auch, was sein Sohn von ihm wollte und wartete keine Minute…

 

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Phoebe wollte es nicht spüren, aber es war da. Sie konnte es nicht wegreden, sondern musste es offen aussprechen. Doch wie? Wie sollte sie etwas sagen, dass ihr selber Angst machte. Etwas, dass sie nicht kannte… aber sie musste es verstehen lernen, sonst würde sie Piper verlieren: „Piper? Ich weiß, dass es falsch war, Billie anzuschreien, aber es hat mir Angst gemacht… Ich kenne niemanden, der… ich konnte mir niemals vorstellen, dass ich mal jemandem begegnen würde, der… naja… lesbisch ist. – und jetzt muss ich erkennen, dass… Piper, du siehst es nicht, aber… ich kann es fühlen. Ich höre es in deiner Stimme. Du liebst Billie, ohne es selber zu wissen.“

Piper sah ihre Schwester an und konnte es nicht glauben. Da hatte sie so lange versucht, sich klar darüber zu werden, ob sie Billie jemals lieben könnte, ohne zu bemerken, dass sie ihre beste Freundin schon längst liebte. Sie sah also wieder zu Billie, als Paige und Cole hinter ihnen erschienen…

 

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Victor versuchte sich in der Dunkelheit vorzutasten. Er sah nichts, aber die Liebe zu Jamie trieb ihn immer weiter. Und dann stand er mitten auf diesem Flur und hörte die Worte… ja, ich will… Plötzlich rannte er los und genau auf das Zimmer mit dem alten Sessel zu. Es war eine Art Wohnzimmer und genau in der Mitte an einem Kamin standen Jamie, Roger und Aurora. Die alte Dame wollte gerade Jamie fragen, als Victor hereinplatzte: „JAMIE! Du darfst das nicht tun. Ich liebe dich…“

Victors Worte drangen nicht zu Jamie durch, aber dafür hörte Roger sie. Er fuhr zu Victor herum und schleuderte einen Feuerball nach ihm. Er hatte den Mann für tot gehalten, aber anscheinend war der Alte zäher als erwartet. Doch lebend würde Roger ihn das Haus nicht verlassen lassen…

 

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Cole sah sich in dem dunklen Raum um. Er erkannte sofort, dass etwas Grauenhaftes passiert sein musste. Aber Paige schien das nicht wahrzunehmen. Wieder spürte sie dieses Feuer und starrte diese Decke an, die in ihrer Hand verbrannte… im gleichen Moment atmeten Billie und Sean tief durch. Der Fluch war gebrochen und Auroras Gaizkin hatte seine Wirkung verloren. Billie und Sean waren gerettet ohne es selber begreifen zu können. Auch Paige konnte nicht verstehen, was passiert war… sie hatte langsam Angst vor sich selber, aber Sean machte ihr Mut: „Du musst keine Angst haben… wir sind es nur. Wir Kinder wollen unsere Eltern immer beschützen und in euer Schwangerschaft übertragen wir unsere Fähigkeiten für eine Weile auf euch… Du kannst stolz auf Tony sein, das kannst du mir glauben.“

Sean lächelte kurz und verschwand dann im Dunkeln, während Paige ihre Hände auf ihren Bauch legte und einen heftigen Tritt ihres Jungen spürte.

 

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„Glaubst du wirklich, dass Jamie einen Greis lieben kann? – Sie gehört zu mir und daran wird sie niemals etwas ändern.“, Roger warf einen Feuerball nach dem anderen auf Victor. Doch der angeblich so alte Mann schaffte es immer wieder auszuweichen. Ohne es zu merken, kam er Jamie dabei immer näher. Bis Aurora sich ihrer annahm und sie fort bringen wollte. Aber sie hatte nicht mit Sean gerechnet, der seinem Vater gefolgt war und nun seine Kräfte gegen die beiden Menschen einsetzte, die ihn in seinem zukünftigen Leben nur gequält haben. Aber das würde sie in dieser Zeit nicht mehr tun. Sie würden keinem mehr wehtun… Blitze zuckten durch den ganzen Raum und Roger schrie zum letzten Mal auf…

 

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