Folge 2.17

Folge 17 (30)

         Zukunft

         Future

 

Zukunft, was ist das eigentlich? Wann beginnt es und wer entscheidet eigentlich was noch passieren wird?… für Sean standen die Antworten auf diese Fragen erst gar nicht zur Debatte. Er selbst sorgte dafür, dass seine Zukunft so verlaufen würde, wie er es sich wünschte. Aber ohne Hilfe würde er es dann doch nicht schaffen… seine Eltern mussten also die Wahrheit erfahren und zwar jedes Detail…

 

+++

 

Piper und Billie strahlten sich glücklich an und keiner in diesem Moment etwas sagen. Nur Chris und Wyatt störten die Stille zwischen den beiden Frauen, als sich die Zwei zu ihrer Mutter beamten: „Ich weiß. Du magst es nicht, wenn wir uns im Haus hin und her orben… aber wir müssen mit euch reden oder besser noch mit euch beiden… es ist wirklich wichtig und könnte unser ganzes Leben verändern.“

„Was ist denn auf einmal los? Es war doch alles in Ordnung. Wir haben dieser Roger besiegt und Sean hat seine Familie wieder. Was kann denn jetzt noch…“, Piper unterbrach sich selber mitten im Satz, da sie an das denken musste, was Billie zu ihr gesagt hatte. Ihre Freundin hatte aus irgendeinem Grund Angst vor den beiden erwachsenen Jungs gehabt und jetzt war Piper sogar geneigt dem zuzustimmen. Ihre Jungs hatten dieses Funkeln in den Augen, welches sie nicht einordnen konnte. Ihr mütterlicher Instinkt sagte ihr, dass sie die Jungs aufhalten musste… aber bei was eigentlich? Was wurde hier überhaupt gespielt? Was wussten Pipers Kinder von der Zukunft und warum graute es sie davor?… denn genauso schien es und als gute Mutter musste sie den Grund dafür erfahren, um ihren Kindern helfen zu können. Diese blieben jedoch ruhig und wollten nichts sagen… bis das Licht erschien…

 

+++

 

Darryl wollte sich auch schlafen legen, als er dieses Leuchten unter dem Türspalt sehen konnte. Es war nicht Blau gewesen, also konnte es nicht Paige gewesen sein… Rot hätte auf ein Feuer hingewiesen und womöglich auf einen Dämon… aber dieses Weiß und Gelb… nein, dafür hatte Darryl keine Erklärung. Nur dumm herumsitzen konnte er auch nicht, weshalb er langsam aufstand und zur Tür schlich. Es lauschte, doch viel konnte er nicht verstehen. Die Fremden auf der anderen Seite flüsterten nur…

Langsam und bemühend leise drückte Darryl den Türgriff runter und wollte durch den kleinen Spalt etwas sehen. Doch da war nichts… alles schien so ruhig und verlassen zu sein wie immer. Aus diesem Grund wagte sich Darryl auch ein Stück weiter vor… und dann sah er sie… drei blonde Damen, die ihn mit glücklichen Gesichtern anstrahlten…

 

+++

 

Paige war erschöpft von der Geburt ihres Sohnes, aber sie war glücklich. Sie hatte ein neues Leben in die Welt gebracht und damit ihre eigene kleine Familie bekommen. Dabei musste sie auch immer wieder Cole ansehen, der Tony nicht wieder hergab. Er war richtig vernarrt in seinen Sohn und erzählte ihm, was er so an seiner Mutter liebte oder wie sie sich überhaupt kennen lernten… es klang fast wie ein Märchen mit all dem Bösen und den vielen Aufgaben, die sie überwinden mussten. Doch am Ende hatte der Prinz seine Prinzessin bekommen und Tony war ihr größtes Geschenk. Ein Glück für sich, das ihnen keiner mehr nehmen sollte. Sie würden alles dafür geben, dieses kleine Leben zu beschützen und ihm so viel Liebe zu geben, wie nur möglich… aber konnte Liebe auch die Angst nehmen? Was war, wenn der Junge mehr nach Cole kam, als nur den äußerlichen Ähnlichkeiten nach zu schließen?… Paige wollte diese Gedanken nicht haben, aber sie waren nun einmal da. Sie würden nicht einfach verschwinden, sondern Paige musste sich Gewissheit verschaffen…

 

+++

 

Sean bat alle Platz zu nehmen, denn die Situation war schon schwierig genug. Er sah seine Eltern an, deren Gesichter immer skeptischer worden, so als wollten sie das alles nicht wahrhaben. Doch ihr Sohn ließ ihnen keine Zeit für Fragen, sondern berichtete einfach drauf los, während alle anderen ihn beobachteten: „Ich bin in diese Zeit gekommen, weil ich gehofft habe etwas zu verändern. Wyatt und Chris haben mir zufällig davon erzählt und ich hab nur gesagt, dass ich einen Vater haben will… ich wollte bei euch beiden aufwachsen und nicht in einem dunkeln Haus, das mir noch immer Angst macht. Ich wollte nicht nur hören, wie mein Vater ist… sondern ihn wirklich kennen lernen… aber ich wollte auch, dass wir Kinder uns in der Zukunft besser verstehen…“

„Wir sind alle zerstritten und Wyatt und Chris glauben, sie könnten uns allen vorschreiben, was wir zu tun und zu lassen haben… Sie halten sich beide für irgendwas Besseres und die Einzige, die sie in ihrer Nähe dulden ist ihre kleine Schwester Melinda.“, eine der beiden Frauen, die eineiige Zwillinge waren, unterstützte Sean und machte es damit nicht einfacher für Jamie und Victor. Die Beiden kannten Pipers Söhne schließlich… und nun zu glauben, dass sie sich so verändern könnten, war mehr als schwer für sie. Doch alle anderen Vier, die ihnen gegenüber saßen, schienen von ihrer Meinung überzeugt zu sein…

„Ich kann Sean und Jenny nur zustimmen. Mich haben meine netten Cousins sogar schon angegriffen, nur weil ein Dämon in mir steckt.“, Jamie sah den jungen Mann an und legte dann ihr Baby in die Arme von Victor. Sie musste wissen, ob sie mit ihrer Vermutung Recht hatte und stellte sich vor dem jungen Mann hin. Die Ähnlichkeiten zu seinen Eltern waren nicht zu leugnen… es war Paige und Coles Sohn…

 

+++

 

Auroras Leiche lag auf dem Boden ihres Hauses, aber der Dämon beachtete sie gar nicht. Er war frei und nur das zählte… die mächtigen Drei… es hörte sich interessant an, aber wirkliche Gegner würden sie nicht sein. Er war der mächtigste Dämon und jeder würde vor dem Namen BAALs erzittern…

 

+++

 

Paige hörte ihren Namen und wollte nicht mehr im Bett liegen bleiben. Hier würde sie nur wahnsinnig werden. Sollten die Ärzte doch sagen, was sie wollten. Sie war eine Wächterin des Lichts und eine Hexe, sie wusste genau was sie konnte und was nicht. Und jetzt konnte sie nicht hier bleiben, sondern musste mit ihrer Familie zu Jamie…

Die beiden Freundinnen fielen sich glücklich in die Arme. Sie sahen sich nach so viel Leid und Kummer endlich wieder. Jeder von ihnen hatte in der letzten Zeit mit allem alleine klar kommen müssen, aber das, was jetzt vor ihnen lag, wollte Jamie nur an Paiges Seite erleben: „Wir haben Besuch bekommen und ich glaube… ich glaube, dass du lieber mit ihm reden solltest…“

Paige verstand nicht, was Jamie ihr sagen wollte. Doch dann sah sie in die Augen ihres beinahe erwachsenen Sohnes. Es war wirklich Tony und sie wollte es kaum glauben. Erst gestern hatte sie ihr Baby zur Welt gebracht und nun stand Tony bereits vor ihr… genau so wie er in der Zukunft sein würde: „Was… was hat das zu bedeuten? Wer sind sie alle?“

„Das ist Sean und wir anderen sind alle deine Kinder. Jenny, Allison und ich… Tony.“, Tony sah seine Mutter an und beide spürten diese Verbundenheit. Auch Cole trat in dieser Minute näher an seine Kinder heran und wollte es kaum glauben… drei Kinder und sie alle sahen gesund und munter aus… aber auch bedrückt: „Warum seid ihr aus der Zukunft gekommen?“

„Weil wir sie aufhalten müssen…“, Allison antwortete ihrem Vater ohne umschweife, doch konnte niemand sie verstehen…

 

+++

 

Darryl wollte nach seiner Waffe greifen, doch seine Jacke hing an der Garderobe. Die Frauen hätten viel eher danach greifen können, aber sie taten es nicht. Nein, stattdessen gingen sie auf den Polizisten zu und als die Erste ihn in die Arme schloss, war er vollkommen perplex. Dann ging auch noch die Tür zum Schlafzimmer auf und Phoebe traf der Schlag…

Sie sah ihren Freund umringt von drei schönen Frauen, was an ihren Nerven zerrte. Denn wer waren die Drei und was wollten sie hier? Wie waren sie überhaupt hierher gekommen? Waren es Hexen, die Darryl in seinen Bann ziehen wollten? Wenn ja, dann sollten sich diese Drei warm anziehen, denn sie würde den Vater ihres Kindes nicht einfach hergeben. Doch sie musste erkennen, dass sie falsch mit ihren Überlegungen lag… Denn die Kleinste der drei Frauen umarmte nun auch Phoebe und nannte sie Mum.

Darryl und Phoebe warfen sich gegenseitig fragende Blicke zu und sahen dann ihre drei Töchter an. Eva, Penny und Kate waren gekommen, so wie die anderen Kinder. Sie waren hier und hatten Angst…

„Wir müssen mit euch reden. Wir müssen es verhindern und zwar zusammen.“, Penny sah erst ihre Mutter und dann ihren Vater an, die sich mit ihren drei Töchtern auf die Couch setzten und bereit waren zuzuhören…

 

+++

 

Piper, Billie, Wyatt und Chris sahen alle in die gleiche Richtung. Doch während Piper und Billie nicht wussten, was hier vor sich ging, liefen Chris und Wyatt los und nahmen die beiden Frauen in die Arme. Melinda war mit Melanie in der Zeit zurückgereist, um bei ihren Brüdern zu sein, die alles erfahren mussten: „Sie sind alle verschwunden. Tony, Allison, Penny… sie sind alle weg und ich fürchte, sie sind alle hier. – Ich habe Melanie mitgebracht, damit, wenn ich mich geirrt habe, sie nicht alleine mit den anderen ist.“

Chris und Wyatt lobten ihre Schwester und dann drehten sie sich alle zu Piper und Billie um. Melinda lächelte ihnen herzlich zu und winkte zaghaft, während Wyatt seinen Arm um Melanie legte und sie seinen Müttern vorstellen wollte: „Mum, Billie… das ist Melanie. Die Frau meiner Träume, die ich heiraten werde, sobald wir wieder zurück in der Zukunft sind.“

Wyatt küsste Melanie, die sich noch nicht ganz wohl fühlte… Sie wusste einfach nicht, wie sie mit dieser Situation umgehen sollte…

Aber darauf konnte nun niemand besondere Rücksicht nehmen. Sie alle mussten wissen, was auf einmal hier vor sich ging und was sie tun mussten, um die Zukunft zu retten…

 

+++

 

Baal sah sich das Tor an, in dem er so lange eingesperrt war. Doch nun war es vorbei… er war frei und er hatte ein neues Ziel. Halliwell… Stockley… er würde sie alle töten und zu alter Macht zurückfinden. Sie sollten alle leiden und das hieß… er musste bei den Kindern beginnen…

 

+++

 

Piper führte alle Mitglieder der Familie ins Wohnzimmer, wo sie sich gemeinsam hinsetzen und die Kinder begannen ihre Geschichte zu erzählen… In ihrer Zukunft war Sean bei Roger aufgewachsen und auf die böse Seite gewechselt. Selbst seine eigene Familie hat er gejagt, da er seine Schwestern für den Tod seiner Mutter verantwortlich gemacht hatte. Der Einzige, dem er vertraute war Tony, der Sohn von Paige und Cole… ein Dämon wie sein Vater, der sich auf Seans Seite stellte und seitdem versucht Wyatt, Chris und Melinda zu töten…

„Und das alles nur, weil wir versucht haben, seinen Dämon zu bannen. Bei Cole ging das ja schließlich auch irgendwie… das hat zumindest Tante Paige gesagt… bevor sie gestorben ist…“, Piper konnte nicht glauben, was ihre Tochter ihr erzählte. Paige und tot? Ihr Bruder und ihr Neffe auf der Seite des Bösen?… Das konnte doch alles nicht wahr sein. Diese Zukunft durfte nicht wahr werden. Nur wie konnten sie es aufhalten oder hatten sie dies bereits. Dies fragte sich zumindest Billie, denn immerhin war Roger besiegt und Sean hatte eine zweite Chance…

„Du bist viel zu verständnisvoll Mum. Ich meine, wir hätten doch gemerkt, wenn sich etwas verändert hätte… doch nichts ist passiert… nur das alle auf einmal verschwunden sind und das kann nichts Gutes heißen.“, Melinda sah Billie mit einem Ausdruck in ihrem Gesicht an, den ihre Mutter nicht einzuordnen wusste. War es Enttäuschung oder doch nur Erschöpfung und die Ungewissheit darüber, was als nächstes passieren könnte…

 

+++

 

Phoebe und Darryl konnten es kaum glauben. Da saßen ihre drei Töchter… nicht nur, dass sie jetzt erfuhren, dass sie noch zwei weitere bekamen. Nein, sie waren alle Hexen und konnten wunderbar damit leben… bis jetzt jedenfalls… die Familie lebte sich auseinander und plötzlich versuchte jeder den anderen zu unterdrücken. Vor allem Chris und Wyatt wollten als Älteste alles an sich reißen. Sie begannen damit jedem ihrer Cousinnen und Cousins etwas vorzuschreiben. Vor allem hatten sie dabei auf Tony, Sean und Phoebes Töchter abgesehen…

„Tony hat eine dämonische Kraft, aber die benutzt er nur, wenn eine seiner Schwestern in Gefahr ist. Und Sean wollte Wyatt und Chris nur zurecht weisen, als sie uns drei daran erinnert haben, dass du und Tante Piper nicht mehr miteinander redet, seid sie mit Tante Billie zusammen ist.“, Darryl sah seine jüngste Tochter Kate verwirrt an, aber Phoebe stand auf und wusste, was zu tun war. Sie mussten alle zu Piper fahren, damit sie noch einmal mit ihrer Schwester reden konnte…

 

+++

 

Victor und Cole sahen ihre Kinder an und fragten beide noch einmal nach. Warum wollten die Vier jemanden aufhalten und wen überhaupt? Was machte sie so rasend vor Wut?…

„Ja, wir werden auch kommen.“, alle drehten sich vollkommen perplex zu Jenny um, die scheinbar ganz wo anders war, bis sie ihren Eltern eine gute Erklärung liefern konnte: „Oh, tut mir Leid… ich… ähm… na ja, ich bin Telepath und… Eva sagt, dass sie mit ihren Schwestern zu Tante Piper aufbrechen wollen.“

Paige nickte und sorgte dafür, dass sich alle in einen Kreis stellten. Sie wollte versuchen, sie alle gemeinsam zu orben, auch wenn das schwer sein würde… aber sie hatte nicht mit der Unterstützung ihrer Tochter Allison gerechnet. Sie hatte ebenfalls die Fähigkeiten einer Wächterin des Lichts und zu zweit konnte sie ihre Familie mitnehmen.

 

+++

 

Piper war überrascht wie schnell auf einmal alle hier waren. Und dann sah sie all die erwachsenen Kinder und wusste, dass ihre Schwestern auch alles gehört hatten. Doch bevor alle aufeinander losgingen, wollten die mächtigen Drei erst einmal alleine miteinander sprechen. Sie verließen also gemeinsam das Wohnzimmer und gingen zum Treppenabsatz. Keiner wusste, wie er anfangen sollte… doch dann drehte sich Phoebe zu Piper um: „Glaube nicht, dass es mir leicht fällt, aber… Ich werde deine Gefühle für Billie respektieren und ich werde dich weiter lieb haben. Wir sollten uns nicht zerstreiten und unsere Familien damit auseinander reißen… Wir gehören doch alle zusammen.“

Piper nahm Phoebe in die Arme, während Paige dachte, sie wäre im falschen Film. Piper und Gefühle für Billie? Moment, was hatte sie da bitte nicht mitbekommen?

„Hallo? Könnte mir das bitte noch einmal jemand erklären, ehe wir uns überlegen, was wir für unsere Zukunft tun?“, Piper ließ Phoebe los und schaute nun Paige an…

 

+++

 

Jamie blieb bei den Kindern, Billie, Darryl, Victor und Cole, als eine von Phoebes Töchtern auf einmal zusammenzuckte… es sah aus, als hätte Penny eine Vision und diese schien ihr nichts Gutes zu zeigen…

ein dunkles Haus und nirgendwo schien Licht… die junge Hexe ging auf ein großes Tor zu, dass ihr Angst machte. Aber als sie hindurch gegangen war, fand sie sich in einem Kinderzimmer wieder… doch spielte ein kleiner Junge und bemerkte erst zu spät den Dämon, der es auf ihn abgesehen hatte…

Als die anderen hörten, was Penny gesehen hatte, wollten Sean, Darryl und Victor in das Haus von Roger… nur Jamie und Phoebes Töchter schüttelten die Köpfe und rannten nach oben. Die anderen konnten ihnen nicht so schnell folgen und die Schwestern waren erst gar nicht begeistert, als sie in ihrer Unterhaltung gestört wurden. Doch schnell merkten sie die Unruhe der anderen und rannten ebenfalls nach oben…

Jamie war jedoch schneller und riss die Tür von Wyatts Kinderzimmer auf. Der Dämon hatte sich bereits über das Kind gebeugt, aber sie schleuderte den Baal durch die Wand, die er mit seinem Körper durchschlug. Wyatt orbte sich nach diesem Schock direkt in die Arme seiner Mutter… Piper sah das Loch in der Wand und die Angst ihres Sohnes… aber was war das gewesen? Welcher Dämon hatte sich Zutritt ins Haus verschaffen können und zwar so, dass sie es noch nicht einmal bemerkt hatten?… Sie wollte den Dämon sprengen, doch dieser verschwand selber in einem blendend hellen Sonnenlicht…

 

„Jamie? Jamie, ist alles in Ordnung? Schatz, hat er dir etwas getan?“, Victor machte sich Sorgen, um seine Freundin, doch diese schüttelte nur den Kopf. Es ging ihr gut, auch wenn sie genau wusste, was es für ein Dämon gewesen war und wie gefährlich seine Rückkehr in die Welt war. Aber nur hier herum zu sitzen würde sie nicht weiterbringen und deshalb wandte sie sich an die ganze Familie: „Ich habe keine Ahnung, warum wir untereinander so zerstritten sind, weil mein eigener Sohn noch keine Zeit hatte mir auch nur ein Wort darüber zu sagen. Aber vielleicht ist genau das auch besser so, denn wir sollten jetzt nicht daran denken, was uns trennt, sondern wie wir den Dämon gemeinsam aufhalten können. Und das wird nur gemeinsam gehen…“

„Du weißt, was das für ein Monstrum war?“, Billie sah Jamie skeptisch an, die augenblicklich nickte: „Sein Name ist BAAL. Ein uralter Gott, der Anführer der Höllenarmee… die Vorfahren von Roger haben ihn damals in ein großes Tor gesperrt und wollten sich an seiner Macht bereichern… wir müssen also einen Weg finden, ihn dort wieder einzubannen…“

„… oder ihn zu vernichten, ehe er uns alle vernichtet und Wyatt und Chris infiziert.“, die Augen wanderten von Jamie zu Tony. Er ließ jedoch seinen Kopf sinken, weil er nicht angesehen werden wollte. Doch sein Vater bewegte ihn dazu zu sprechen und das traf vor allem Wyatt und Chris: „Sean und ich haben immer versucht heraus zu finden, warum Wyatt und Chris sich für etwas Besseres halten… das Böse ist ihnen. Aber sie sind stark und können es weites Gehens unter Kontrolle halten… dieser Dämon muss der Grund dafür sein, denn auf allen Zeichnungen finden sich immer wieder die Haare und der Bart und das Zepter… alles wird mit diesen Rundungen verziert. Solche, wie ihr beiden sie auf euren Händen tragt.“

 

Wyatt und Chris sahen sich ihre Hände an und tatsächlich, die kleinen runden Bögen waren in der Haut wie eingebrannt… doch jetzt schienen sie zu verschwinden und sie selber merkten, wie etwas mit ihnen passierte. Ihre Zukunft war nicht mehr dieselbe, aber die anderen spürten es noch nicht, was Chris ändern wollte: „Wir müssen den Dämon vernichten und zwar alle zusammen. Wir stehen alle auf der gleichen Seite und niemand wird sich je wieder zwischen die Halliwells stellen.“

Allison räusperte sich und ihr Cousin korrigierte sich selber: „Und zwischen die Matthews und die Bennetts… so, jetzt hab ich aber alle, oder?“

 

+++

 

Baal hatte sich ins Haus von Aurora zurückgezogen. Mit einem Rückschlag hatte er nicht gerechnet… er hatte zu sehr auf sich selber gesetzt und nicht mehr daran gedacht, dass er das letzte Mal vor über 300 Jahren aktiv gewesen war. Doch so schnell würde er nicht aufgeben. Diese Hexe sollte seine Wut zu spüren bekommen, so wie alle Menschen… aber… was war das? Irgendjemand hatte ein riesiges Kreuz an sein Höllentor gepinselt. Wer trieb diesen Spott mit ihm? Wer setzte seine Furcht vor einem Symbol ein, um ihn zu kränken…

„Ich war das, du… oh Hilfe, ist der groß…“, Jenny hatte alles gemacht, was ihre Mutter ihr aufgetragen hatte. Aber nun alleine vor dem Dämon zu stehen machte ihr Angst…

Er hätte sie in Stücke reißen können, wenn nicht ihr Bruder seine Kräfte einsetzte, um sie zu beschützen. Sein Feuer schoss aus seiner Hand heraus und Tony versuchte den Dämon zu verbrennen. Aber einem Dämon der Hölle war das Feuer nur angenehm, weshalb Wyatt mit Energiebällen versuchte seinen Cousin aus der Schusslinie zu helfen. Denn nun sah der Dämon auf ihn herunter…

Der ganze Raum erstrahlte hell, als der Höllengeneral selber angriff und seine Fähigkeiten zeigte. Aber er hatte sich zu früh über einen Sieg gefreut… aus allen Ecken kamen diese Hexen heraus… diese Familie war wie eine Schar von Mäusen, die aus ihren Löchern krochen und alle hatten nur ein Ziel… seinen Tod.

Alle zehn Kinder und auch ihre Mütter postierten sich um den Dämon und jeder zeigte seine Fähigkeiten… der Baal flog und wurde von Blitzen getroffen. Seine eigenen Angriffe wurden auf ihn zurückgeworfen und Eva und Jenny versuchten die Gefühle und Gedanken des Ungetüms zu kontrollieren… er konnte nichts mehr selbstständig tun und als Piper ein letztes Mal versuchte ihn zu sprengen, explodierte er im Sonnenlicht.

 

Erst als es wieder dunkler wurde, öffneten Jamie, Piper, Phoebe, Paige und Billie ihre Augen wieder. Sie hatten gewonnen und die Zukunft ihrer Kinder gerettet… aber wo waren diese? Keiner von ihnen war mehr da und auch auf ihr Rufen kam keine Antwort, weshalb sie alleine nach Hause zurückkehrten. Dort wurden sie von ihren Liebsten in die Arme geschlossen, die ihren Frauen erzählten, dass Melanie plötzlich verschwunden war.

„Sie sind also alle wieder in ihrer Zeit… schade eigentlich, ich hätte meine Schwiegertochter gerne näher kennen gelernt.“, Piper merkte, wie Billie ihren Arm um sie legte und sie kuschelte sich an ihre Freundin. Ihren Schwestern machte dies aber nichts mehr aus und insgeheim waren sie genau so froh wie Piper…

Alles hatte sich zum Guten gewendet und nun wollten sie dieses Glück halten. Ihre Kinder sollten lernen, was es hieß Familie zu haben und sie sollten spüren, wie sehr sie von jedem geliebt wurden.

 

 

 

ENDE

 

Kommentar schreiben